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Minderheiten

Die dänische Minderheit gehört zu einer der vier autochthonen Minderheiten in Deutschland. Autochthon heißt indigen bzw. ursprünglich einheimisch. Autochthone Minderheiten sind also nationale Minderheiten/Volksgruppen, die durch Grenzverschiebungen oder andere historische Ereignisse entstandenen sind, sowie Volksgruppen, die nie einen eigenen Staat gegründet haben und auf dem Territorium eines Staates als Minderheit leben.

In Deutschland gibt es vier anerkannte nationale Minderheiten: Die dänischen Minderheit in Südschleswig, die Lausitzer Sorben, die deutschen Sinti und Roma sowie die friesische Volksgruppe.

In Dänemark gibt es nur eine anerkannte nationale Minderheit: Die deutsche Minderheit in Nordschleswig.

Man schätzt, dass mehr als 50 Millionen Menschen in der EU einer autochthonen Minderheit angehören. Jeder siebte Europäer gehört einer autochthonen Minderheit an oder spricht eine Regional- oder Minderheitensprache.
Dabei muss man wissen, dass die Rahmenbedingungen für die Minderheiten sehr unterschiedlich sind. Während wir im Grenzland gemeinschaftlich zu einem vorbildlichen Minderheitenmodell gefunden haben, kämpfen andere Minderheiten in ihren Staaten um ihre Existenz.

Deswegen fordern die europäischen Minderheiten gemeinsam mehr Aufmerksamkeit und Einfluss in ihren Regionen, ihren Staaten und auf europäischer Ebene. An der Umsetzung dieser Forderung arbeitet die europäische Minderheitenorganisation FUEN. Die dänische Minderheit ist ein aktiver Teil der FUEN, sowie von anderen europäischen Minderheitenunionen.

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