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UNESCO

Seit 2020 ist das deutsch-dänische Minderheitenmodell als immaterielles Kulturerbe der UNESCO nominiert.

Dänemark und Deutschland setzen sich gemeinsam dafür ein, dass das Minderheitenmodell im Grenzland bei der UNESCO als gutes Praxisbeispiel gelistet wird. Denn das deutsch-dänische Minderheitenmodell gilt als vorbildlich für ein friedliches Zusammenleben. 

Die Minderheiten sind sehr gut in die jeweilige Gesellschaft integriert und tragen maßgeblich zur Vielfalt der Region bei. Sie werden von der jeweiligen Mehrheitsbevölkerung als deutliche kulturelle Bereicherung der Region wahrgenommen.

Zum Immateriellen Kulturerbe zählen lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Formen Immateriellen Kulturerbes sind entscheidend von menschlichem Wissen und Können getragen. Sie sind Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist, vermitteln Identität und Kontinuität.

Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben und immer wieder neu gestaltet.

Seit 2003 unterstützt die UNESCO den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt dieser Kulturformen. Einzelne Elemente aus den nationalen Verzeichnissen der Vertragsstaaten können für eine von drei UNESCO-Listen des Immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen werden.

549 Bräuche, Darstellungskünste, Handwerkstechniken und Naturwissen aus aller Welt werden derzeit auf diesen Listen geführt, darunter die Genossenschaftsidee und -praxis aus Deutschland, die Rumba aus Kuba, die traditionelle chinesische Medizin und die italienische Geigenbaukunst.

Kriterien für die Anerkennung sind unter anderem eine nachweisbare Lebendigkeit und eine identitätsstiftende Komponente für die Trägergemeinschaft der Kulturform, die Entwicklung von Erhaltungsmaßnahmen, eine weitreichende Beteiligung der Trägergemeinschaft und die Eintragung in ein nationales Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes.

Mit der Einschreibung verpflichten sich die Vertragsstaaten, das Immaterielle Kulturerbe auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet zu fördern.Bis heute sind 178 Staaten dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes beigetreten. 

Deutschland ist seit 2013 Vertragsstaat.